Fitnessarmbaender und Aktivitätstracker

Wie Fitnessarmbänder und Aktivitätsträcker dein Leben verändern…

Warum erzählen einem die Leute immer öfters, wieviele Schritte sie gelaufen oder wie viele Kalorien sie an irgendwelchen Tagen verbrannt haben? Während die Einen Bestätigung suchen, weil ihr Tag so anstrengend war, sind die anderen besessen von der Datenerfassung des eigenen Lebens. Wenn es um Equipment geht, dann sind die Fitnessarmbänder im Fitnessbereich momentan sowas, wie Tamagotchis in den 90ern.

Die Apple Watch* zum Beispiel macht es möglich, einfach alles was der Besitzer macht, zu tracken und zu speichern. Das Prinzip ist eigentlich immer das selbe. In jedem Schrittzähler und Sport Tracker befindet sich ein Gyroskop. Dieser kleine Kreisel im Gerät dient der Lagebestimmung des Gerätes. Durch diesen Sensor erkennt zum Beispiel das Handy, in welcher Position du es hältst und passt den Bildschirm auch dem entsprechend an. Aber WhatsApp durch drehen des Handys auch horizontal zu benutzen zu können ist nicht die einzige Möglichkeit, welche durch ein Gyroskop im Handy entstehen.

Das Gyroskop – simpel aber bahnbrechend

Die Daten, die mit einem Gyroskop gespeichert werden können sind unglaublich sensibel, denn nahezu jede Bewegung kann hiermit aufgezeichnet werden. Je ausgeklügelter der Algorithmus zu auswerten dieser Daten ist, umso genauer weiss das Gerät, was hier grade bei der Bewegung abgeht. Interessant wird diese Technik aber dann nochmal, wenn man diese mit weiteren Daten aus anderer Technik füttert. Zum Beispiel einem Pulsgurt und GPS. Mit einer SmartWatch oder einem Fitnesstracker zum Beispiel ist es möglich so auch beim Sport optimal deine Leistungen nachvollziehen zu können.

Fitnesarmbaender_Aktivitaetstracker_motivation

Aber was motiviert die Leute sich ein Fitnessarmband zuzulegen?

Auf Platz Nummer 1 steht hier natürlich die Hoffnung vom Band motiviert zu werden und endlich ein fiteres Leben zu führen. Das geht mit einem Aktivitätstracker natürlich auf den ersten Blick ganz gut oder zumindest sieht man hier schon einmal schwarz auf weiss, was man am Ende des Tages wirklich geleistet hat.


♦ Die Suche nach Motivation

Und darauf kommt es an, denn die Rechnung beim Sport ist ziemlich simpel. Wer viel macht, der bekommt auch viel zurück. 90 % aller Leute, die Sport als festen Bestandteil in ihrem Leben integrieren wollen, schaffen es nicht und es bleibt nur der Vorsatz übrig. Wenn dann die Trainer mit den Leuten sprechen, bemerken diese oft auch ein verzerrtes Bild der Realität.

Und hier ist der Punkt. Ein Trainer hat die Zahlen. Er sieht, wie oft die Person im Fitnessstudio eingecheckt hat und welche Einheiten auf dem Trainingsplan stehen. Wenn hier die Zahlen schlicht scheiße sind, kommt es trotzdem oft vor, dass die Leute dennoch der festen Überzeugung sind, dass sie viel geleistet haben.

Hier bietet ein Fitnessarmband, welches die gesamte Aktivität aufzeichnet natürlich eine unglaubliche Transparenz. Man sieht einfach selber schwarz auf weiss, was geleistet wurde. Das kann zum Einen motivieren an sein Soll wirklich ran zu kommen aber zum Anderen kann einen diese Transparenz auch deprimieren.

♦ Der eigene Personal Trainer

Manche FitnessArmbänder, wie das MoovNow* können hier tatsächlich eine korrigierende Rolle einnehmen und dem Sportler sogar Tipps für bessere Bewegungsabläufe geben. Tipps an den Sportler wie zum Beispiel ein schonenderes Auftreten beim Laufen sind sehr wertvoll und können vor Verletzungen schützen. Zusätzlich versucht die App, welche die Daten vom Band auswertet, dich auch mit motivierenden Sprüchen zu pushen. Das ist ganz angenehm und etwas netter, als nur die nackten Daten zu sehen.

Der Vorteil der Perspektive – Der Vergleich mit Anderen

Interessant werden die ganzen Daten der Activity Tracker natürlich auch erst so wirklich, wenn man diese vergleicht und was ist besser geeignet als Benchmark, als die Daten anderer. Mit Apps, die ein eigene Forum und Community haben, ist es möglich, seine Leistungen mit anderen zu vergleichen und so entstehen manchmal auch Überraschungen. So hat der dicke Peter von nebenan dann doch irgendwie jeden Tag 3000 Schritte mehr zurück gelegt und die Birgit, die du schon lange nicht mehr in der Yogastunde gesehen hast, legt in der Woche auf einmal 25 km beim Joggen zurück.

Worauf muss man achten beim Kauf eines Fitnessarmbandes?

♦ Das Gewicht und die Größe

Wichtig ist ein geringes Gewicht, denn zu aller Erst muss man bedenken, dass du diese Fitnessuhr jeden verdammten Tag tragen musst. Hier merkst du jedes Gramm zu viel und manche Fitnessarmbänder können so dann doch auf Dauer ganz schön nerven. Das FitBit Charger HR* wiegt zum Beispiel grade mal 26 Gramm. Das ist genauso viel, wie eine kleine Digitaluhr und bietet dennoch ein Mehr an Technik. Zum Vergleich: Die Polar Pulsuhr V800 HR* befindet sich zwar auch im Premiumbereich der Fitnessarmbänder aber wiegt ganze 360 Gramm. Da kann man sich zwar noch dran gewöhnen aber ist beim 24/7 – Tracking nicht optimal angenehm.

♦ Der gute Akku

Die Gleichung ist hier ziemlich simpel. Je öfter du ein Gerät benutzt, desto wichtiger wird dir die Akkulaufzeit werden. Und nochmal zum mitschreiben. Einen Aktivitätstracker musst du jeden Tag tragen, dass ist der Sinn. Manche Fitnessarmbänder halten grade mal 2-3 Tage mit einer Akkuladung durch, während andere bis zu einem Monat durchhalten. Der Unterschied liegt hier eigentlich immer im Display. Eine SmartWatch wie die Apple iWatch zum Beispiel hat ein extrem aufwendiges Touch Display und das zieht mal richtig Akku. Ein Activity Tracker, der zum Beispiel ganz ohne Display auskommt, da hier die Daten über eine App im Handy ausgewertet werden, hält ohne Probleme sogar mehrere Monate durch. Beim MisFit Ray*, welches zum Beispiel als Wearable ganz ohne Display auskommt, halten die Knopfzellen ca. 6 Monate durch.

♦ Die App-Kompatibilität

Eine gewisse Flexibilität in der Benutzung ist mit einem Fitnessträcker schon eine ganz coole Sache, so kann es vorkommen, dass manche Pulsuhren nur mit einer einzigen App funktionieren und diese gibt es dann sogar auch nur für iOS oder Android. Für die Apple Watch* zum Beispiel werden weltweit Apps geschrieben und man hat somit natürlich zumindest in der iOS-Welt ein Maximum an Flexibilität.

♦ Wasserdicht?

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Fitnesstracker wasserdicht ist und man somit auch beim einfachen Händewaschen nicht überempfindlich waschen muss. Alltagstauglichkeit ist bei den Sport Trackern das A und O.

Fitnesarmbaender_Aktivitaetstracker

Was wird alles gemessen?

♦ Genauigkeit der Messungen

Interessant ist, das viele Bänder, bzw. Apps mittlerweile auch selbstständig die einzelnen Aktivitäten unterscheiden können. Zwar können die Aktivitätstracker scheinbar ruhige Einheiten wie zum Beispiel beim Yoga, dem Seilspringen oder beim Faszientraining nicht selbstständig unterscheiden aber mit einem Tastendruck kann dem Gerät hier auch ein Signal für solche WorkOuts gegeben werden.

Aber dennoch schaffen es viele Tracker bereits selbstständig zwischen dem Gehen, Laufen und Radfahren recht präzise zu unterscheiden.

♦ Puls

Der Puls ist grade im Sportbereich das ultimative Kriterium für die vollbrachte Leistung, da hier individuell gemessen werden kann und nicht einfach nur zum Beispiel eine zurück gelegte Distanz pauschal umgerechnet wird. Auch Trainingsziele können mit der Herzfrequenz durch ein Pulsarmband weit besser betrachtet werden.

♦ Kalorien

Der Klassiker unter den Messwerten sind natürlich die Kalorien. Diese sind aber meist auch nur als Richtwert wahrzunehmen, denn hier ist Verbrauch und Bedarf auch eine sehr individuelle Geschichte und auch von vielen Faktoren abhängig. Zwar kann mittlerweile bei vielen Aktivitätstrackern auch individuelle Werte eingegeben werden um die Verbrauchs Berechnung anzupassen aber dennoch ist der Verbrauch an Kalorien immer eine Berechnung und keine Messung, wie zum Beispiel der Puls.

♦ Distanzen

Die Distanzen sind für die meisten oft das Interessanteste und ganz klar muss man hier sagen, dass Abweichungen eigentlich bei Fitnessarmbändern die Regel sind. Meist halten die sich aber in Maßen. Die Faustregel ist hier, wenn das Gerät mit GPS gekoppelt ist sind die Werte oft deutlich genauer und werden vom Algorithmus auch selbstständig angepasst.

♦ Schlafanalyse

Ein ziemlich cooles Gimmick bei solchen smarten Buddys am Handgelenk ist die Schlafanalyse. Hier kann an Hand der Bewegungen im Schlaf unter Anderem gemessen werden, in welcher Schlafphase man sich befindet, was den Vorteil hat, dass man im Nachhinein sehen kann, wie gut der eigene Schlaf wirklich ist. Die Messungen sind zwar ziemlich genau aber die Auswertungen der Messungen durch die verschiedenen Apps unterscheiden sich dann doch ab und zu. Der Vorteil ist aber hier, dass am Morgen eine Schlafqualität wieder gegeben werden kann und man hier für sich selber zumindest Rückschlüsse auf den eigenen Alltag ziehen kann um die Schlafqualität zu verbessern.


♦ Weckfunktion

Durch ein Vibrieren kann bei vielen Armbändern auch eine Weckfunktion eingestellt werden. Bei den Weckfunktionen von Fitnessarmbändern sind viel aber eher geteilter Meinung. Hier kann bei ungünstiger Position im Bett die Vibration auch mal mehr in das Kopfkissen gehen statt in den Arm. Das Wecken über das Armband ist eine echt angenehme Sache, sollte aber grade bei wichtigen Terminen aber dann doch mit einem normalen Wecker abgeglichen werden um ein Verschlafen zu vermeiden.

Fazit

Interessant sind die Datensammler auf jeden Fall. Die Frage ist hier natürlich nicht, ob man es wirklich braucht, sondern eher ob es das eigene aktive Training interessanter macht. Und das ist es dann auf jeden Fall denn Aha-Momente wird jeder früher oder später haben. Wer sich mit einem Fitnessarmband einen günstigen Personal Trainer zulegen möchte, der wird diesen natürlich nicht ersetzen können aber dennoch kann man mit einem solchen Sport Tracker ein wenig Smarter trainieren, weil man einfach mehr sieht. Smarter trainieren aber am Ende auch nur diejenigen, die mit den Daten auch umgehen können und auch ein wenig Verständnis für den eigenen Körper mitbringen.

Aber auch wenn es für dich nur eine Spielerei sein mag, kannst du dich ruhig mit so einem Fitnessarmband ein wenig feiern und Fitness mit den gewonnenen Zahlen auch gebührend zelebrieren.

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