gesunde Ernährung

Blogparade: Was ist gesunde Ernährung?

Sabine hat auf ihrem Blog www.smoothiewelt.com eine interessante Blogparade zum Theme Ernährung gestartet und stellt folgende Frage: “Was bedeutet dir gesunde Ernährung?” Die individuellen Einstellung zum Thema Ernährung sind natürlich so bunt wie die Nahrung selber und jeder hat hier natürlich auch eine andere Beziehung zu dem Thema. Das Thema Ernährung spielt in meinem Leben eine besondere Rolle und deswegen hier einmal ein ganz persönlicher Standpunkt.

❖ “Lecker muss es sein” 

Für mich war das Thema Ernährung bis vor ca. 8 Jahre folgendes: Lecker muss es sein und alles andere ist egal! Das trifft natürlich auf viele gesunde aber auch ungesunde Sachen zu. Der Vorteil bei den ungesunden Sachen ist natürlich, dass sie günstiger sind und wesentlich einfacher zu machen. Also stand bei mir als armer Azubi natürlich nur Pizza, Nudeln und sonstiges Fast Food auf dem Speiseplan. Hat mir damals aber auch immer besser geschmeckt als der Salat. Natürlich war auch immer das Feierabendbierchen mit dabei. Oder zwei oder drei…

Irgendwann mit Anfang 20 merkte ich, dass mein allgemeiner Gesundheitszustand zu wünschen übrig lässt. Das lag zum Teil aber auch am extremen Bewegungsmangel. Ich war träge, blass, unmotiviert und fühlte mich generell extrem unwohl. Kurz gesagt, ich war ziemlich am Arsch. Hinzu kommt noch, dass ich von Haus aus ein sehr dünner und großer Mensch bin und wenn dünne Menschen dick werden, sieht das richtig sch…. aus. Ich war schlacksig und hatte eine ordentliche Wampe! Jeder kennt solche Leute. Oh man, wenn ich so drüber nachdenke war ich ein echt fertiger Dude…

❖ “Der Bandscheibenvorfall änderte alles” 

Der Ausschlag gebende Moment, als ich meinen Lifestyle und damit auch meine Ernährung zum ersten mal überdacht habe, war ein Bandscheibenvorfall. Mein Orthopäde (der schlechteste Arzt der Welt) konnte mir nicht helfen und ich nahm das Ganze selbst in die Hand. Ich fing an Sport zu machen und nach einer Weile machte ich mir dadurch auch automatisch Gedanken über meine Ernährung. Gesund musste es jetzt sein und eiweißreich und viel. Ich wollte aufbauen und zulegen und merkte, dass die Ernährung viel im Körper bewirkt. Irgendwann merkte ich aber, dass meine Rückenprobleme nur minimal besser wurden.


Ich bin Anfang 20 und habe “Rücken”, gehts noch? Ich zog die letzte Karte aus meinem Ärmel, die ich noch hatte. Ich fing mit Yoga an… Ich ging mehrmals die Woche zu meinen Lehrern. Es wurde besser und besser und ich dachte mir “Fuck you Bandscheibenvorfall und Fuck you Orthopäde!”. Wer schon einmal wirklich langfristig, chronische Rückenschmerzen hatte, der weiß wie es ist seinen Alltag nur mit ausgeklügeltem Schmerzmanagement zu überstehen…

❖ “Wenn man merkt, was man alles aus sich rausholen kann, ist man einfach infiziert” 

Long story short, ich war jetzt infiziert! Nach gut einem Jahr war ich wie ein anderer Mensch und ich tauchte ein in eine neue Welt. Ich machte Sport, aß gesund und hatte keine Rückenschmerzen mehr. Es war unglaublich! Mehr und mehr tauchte ich nun auch beruflich in das Thema Fitness und Gesundheit ein. Besonders in der Ernährung probierte ich perönlich alles aus! Immer wieder machte ich irgendeine Challange. 14 Tage Paleo Challange, 14 Tage Fasten Challange, 14 Tage LowToNo Carb und irgendwann auch mal 14 Tage Vegi Challange. Das ist jetzt 4 Jahre her und seit dem esse ich kein Fleisch mehr…


❖ Meine Einstellung zum Essen sieht heute so aus: 

Essen ist für mich etwas intimes geworden. Ich möchte nichts in meinem Körper reinstopfen, was durch 100 Maschinen gematscht wurde und eine gruselige Vorgeschichte hat. Dazu schätze und respektiere ich mich und meinen Körper zu sehr. Ich fühle mich genauso wie das, was ich esse. Billiges Essen, was nur auf Geschmack gepimpt ist, macht mich fertig! Gutes Essen ist aufwendig, ja. Es kostet 3 mal so viel, man braucht mindestens 5 mal so lange in der Küche und es hält auch nicht so lange im Kühlschrank, als die Tiefkühlpizza im Gefrierfach. Aber sch… drauf! Dafür bin ich konzentriert, motiviert, und gut drauf. Es geht mir gut und darauf kommt es an!

Ja, Essen spiegelt sich auch emotional wieder. Du bist was du isst und das habe ich auch erst begriffen, als ich gesehen hab, was hochwertiges Essen ausmacht. Ich werde jetzt nicht aufzählen, was ich alles im Kühlschrank habe und wie das Rezept meiner Linsenrösti oder der veganen Pizza ist. Gute Ernährung ist meiner Meinung nach ziemlich simpel und damit möchte ich den kleinen Ausflug in die FitnessFilet Redaktion auch abschließen.

 Fazit

Die Frage, die man sich bei seinem Essen stellen sollte, bevor man es in sich rein stopft ist doch eher folgende: Fühlt sich die Vorstellung, dass ich diese Nahrung gleich essen werde gut und vor allem richtig an? Wir alle wissen, bei welchem Fleisch die Tiere gelitten haben und bei welchem nicht und wir wissen alle auch, dass der VeggiBurger von McDonalds den Nährstoffgehalt von einem Schwamm hat. Wir sind alle schlau genug. Wir müssen uns nur etwas in den Arsch treten und hin- statt wegschauen. Außerdem ist es wichtig zu unterscheiden ob man Lust oder Hunger hat, dass sind zwei grundsätzlich verschiedene Sachen und das kann man nicht immer unterscheiden. Wer sich auf sein Essen konzentriert der findet automatisch heraus, was für sie oder ihn richtig ist.

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5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

“Irgendwann mit Anfang 20 merkte ich, dass mein allgemeiner Gesundheitszustand zu wünschen übrig lässt. Das lag zum Teil aber auch am extremen Bewegungsmangel. Ich war träge, blass, unmotiviert und fühlte mich generell extrem unwohl. Kurz gesagt, ich war ziemlich am Arsch.”

Oh, wie ich das kenne! 😀 Ähnlich wars bei mir und eigentlich ist es wirklich schade, dass wir nur allzu oft feststellen, dass sich was ändern muss, wenn wir gesundheitlich angeknackst sind. Aber wir können uns auf die Schulter klopfen; wir habens geschafft da rauszukommen! 😉

Danke für deinen interessanten Beitrag.

Liebe Grüße
Sabine

Antworten

    Moin Sabine,
    irgendwie ist es bei allen Fitnessjunkies immer die gleiche Geschichte 🙂 Es geht einem scheiße und dann reißt man alles rum. Als nächstes ist man völlig fertig, wenn man sieht, was für Potentialen in einem schlummern und dann ist man süchtig! Ich bin Anfang 30 und es ging mir noch nie so gut. Tendenz steigend… 😉

    Viel Erfolg mit deiner Blogparade!
    Liebe Grüsse
    Matthias

    Antworten

Das ist schön zu hören. Aber es stimmt wirklich. Auch wenn es anfangs bei mir eher widerwillig war, mehr Sport in meinen Alltag einzubauen, bin ich heute froh Durchhaltevermögen gezeigt zu haben und mittlerweile auch nicht mehr ohne Sport auskommen zu wollen.
Das bedarf natürlich auch eine extra Portion Willenskraft sowie Ehrgeiz. Denn hatte ich damals nicht. Der musste auch antrainiert werden. Haha!
Heute gehts mir super und gesundheitlich kann ich mich auch nicht mehr beklagen. Zudem hat man ein ganz anderes(positives) Lebensgefühl. 🙂

Liebe Grüße
Sabine

Antworten

Das Schöne ist vor Allem, dass Fitness so viele Bereiche hat. Es geht ja eben nicht nur um die Muckis. Ich erinnere mich noch, dass ich damals auch ziemlich tollpatschig war. Bin ständig irgendwo angestoßen und konnte mit meinem Körper auch überhaupt nicht umgehen… So ein richtiger Körperklaus eben 🙂

Irgendwann hab ich dann angefangen in Fitnessstudios auch zu arbeiten und hatte so auch die Möglichkeit super viele NichtMainstream Sachen auszuprobieren und hab dann zum Beispiel auch regelmäßig Capoaira gemacht und konnte außerdem auch meine Yogapraxis auf ein völlig neues Niveau heben. Aber logisch, wenn man auf einmal nur mit Akrobaten und Yogis abhängt 😀

Heute ist ein Handstand zum Beispiel kein Problem und solche Sachen merkt man dann eben auch im Alltag, bei den normalen Bewegungen. Das, was langfristig kognitiv im Kopf passiert ist einfach der Knaller. Zumindest sagt das der blasse, dicke Körperklaus in mir 😉

Liebe Grüße
Matthias

Antworten

[…] Fertigprodukte ade, hallo frisch gekochtes Essen! Durch welche Ereignisse man seine persönliche Einstellung zur Ernährung verändern kann und welche Methoden sonst noch einen guten Beitrag zu hoher Lebensqualität liefern, beschreibt Matthias sehr unterhaltsam auf seinem Blog fitness-filet.de. […]

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