Die wichtigsten Saunaregeln

How to Sauna – Die wichtigsten Saunaregeln…


Schwitzen macht Spass und tut gut aber worauf kommt es an? Stimmen die Rituale, die der alte Gernot schon seit 200 Jahren beim Saunieren praktiziert oder ist doch nichts dran am Weißbier trinken zwischen den Aufgüssen…

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Von der Sauna Knigge bis zum Sauna Ablauf räumen wir auf und überreichen dir kniend den heiligen Gral der offiziellen Saunaregeln. Nutze sie weise, denn mit großer Macht kommt große Verantwortung.


Inhalt:

Sauna wirkt und tut gut. Und das auf zwei Ebenen. Zum Einen betrifft das Wechselbad die Haut und zum Anderen unser vegetatives Nervensystem. Das Eine hat eher kosmetische Vorteile und das Andere eher Gesundheitliche.


Die Haut verändert sich 

Saunaregeln hautDurch regelmäßige Saunagänge verändert sich die Haut und das merkt jeder, der schon einmal in einer Sauna war. Das Schwitzen hat zum Einen eine höchst reinigende Wirkung. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und werden freigelegt. Abgestorbene Hautschuppen lösen sich und überschüssiger Talg kann gut abfließen. Grade beim regelmässigen Saunieren bemerkt man diese entschlackende Wirkung durch die Veränderung der eigenen Hautunreinheiten deutlich. Nach dem Saunagang ziehen sich die Poren durch Kälte wieder zusammen und das Hautbild wird so verfeinert. Ein weiterer Vorteil für die Haut ist, dass die Hitze die Durchblutung anregt und die Haut so besser versorgt wird.

  • Tip – Das Peeling

Um den Vorgang zu unterstützen bietet es sich übrigens an zwischen den Saunagängen vor dem Abduschen mit einem leichten Peeling zu arbeiten. Wer das direkt nach dem Saunagang und vor dem Wechselbad macht, erwischt den optimalen Zeitpunkt um die Hautreinigung zu unterstützen.

Das vegetative Nervensystem

Saunaregeln vegetatives NervensystemFalls du noch nie vom vegetativen Nervensystem gehört hast, lass dir eines gesagt sein. Er ist ein echter Bad Motherf… Er steuert so ziemlich alles in deinem Körper. Von der Größe deiner Pupillen bis zum Orgasmus steuert er durch Ausschüttung von verschiedensten Hormonen eigentlich alles. Das vegetative Nervensystem ist ein autonomes System, dass sich aus Sympatikus und Parasympatikus zusammensetzt. Diese beiden System arbeiten ergänzend. Während der Sympatikus eher leistungsfördernde Signale gibt, ist der Parasympatikus für erholungsfördernde Signale zuständig. Steuern kann man die beiden Systeme nicht wirklich aber man kann gezielte Reize setzen, die das gesamte System und somit auch mental trainieren und stärken. Das Ergebnis ist eine Stoffwechselökonomisierung, was bedeutet, dass Sympatikus und Parasympatikus mit der Zeit leistungsfähiger werden und sich schneller und besser auf die Umwelt einstellen können. Eine Möglichkeit dieses System zu trainieren ist Sport und der eigene Lifestyle generell.

  • Die Systeme reagieren auf Wärme und Kälte

Eine weitere Möglichkeit dieses System zu trainieren sind Temperaturunterschiede und wir reden hier bewusst von “Unterschieden”, denn der Sympatikus reagiert auf Kälte und der Parasympatikus auf Wärme und grade der zügige Wechsel der Temperatur wirkt sich auf den Arbeitswechsel der beiden Systeme aus und setzt hier den Trainingsreiz effizient. Das ist der eigentliche gesundheitliche Mechanismus an dem das Saunieren ansetzt und wirkt.

  • Tip – Die Vorteile von Wechselduschen

Um den Saunaeffekt entstehen zu lassen, muss man auch nicht unbedingt in die Sauna gehen. Wechselduschen sind ein richtiger LifeHack. Wer am Ende des Duschens das Wasser noch einmal auf kalt stellt, der löst die selben Mechanismen im Nervensystem aus, wie beim Saunieren.

Die Saunaregeln – so bleibt alles gesund 

Kommen wir nun aber zur Saunaknigge und den Saunaregeln. Auf ein paar Dinge sollte man beim Saunieren achten. Wer gewisse Dinge einfach übersieht, weglässt oder falsch macht, der schränkt die positiven Auswirkungen des Saunierens ein oder schlimmer noch, gefährdet seine Gesundheit. Der Sauna Ablauf ist Stress für den Körper und das ist auch gut so, denn eine gewisse Dynamik gibt dem Körper, genau wie beim Sport auch, eine gewisse Richtung aber Stress kann auch schnell zu viel werden obwohl man es gut mit sich meint. Also hier deine Best of Saunaregeln:

  • Vorher duschen und abtrocknen

Wer vorher nicht duscht, der bringt nicht nur Mangelhygiene mit in die Sauna, sondern erschwert die Reinigung der Haut beim Schwitzen durch den störenden Fettfilm.

  • Nicht auf nüchternen Magen duschen

Saunaregeln essenMit leerem Magen in die Sauna zu gehen ist fatal. Der Blutzucker ist vor der Sauna bereits unten und die Anstrengung für den Körper durch die Hitze kann diesen so noch schneller erschöpfen. Natürlich ist es anders herum auch erschöpfend, wenn man grade vom Schweinsbratenessen kommt und sich in den Härtesten Aufguss setzt. Hier kann einem unter Anderem schnell schlecht werden. Am Besten ist auch hier, wie bei allem das Mittelmass. Wer eine habe Stunde vorher leicht gegessen hat, der ist gut vorbereitet. Wer schwer und viel gegessen hat, der sollte min. 1,5 Stunden warten, bevor er in die Sauna geht.

  • Zwei bis Drei Saunagänge

Wer sein Immunsystem stärken und seiner Haut etwas gutes tun möchte, für den reichen zwei gute Saunagänge mit anschließendem Wechselbad völlig aus. Mehr als drei Saunagänge sollte man allerdings nicht machen, da hier der Körper einfach zu viel Stress ausgesetzt ist. Auch die Zeit, die man in der Sauna verbringt, sollte nicht mehr als 15 Minuten sein. Ideal sind 8-12 Minuten.

  • Nachher kalt duschen

saunaregeln kalt duschenIn die Sauna zu gehen, ohne danach kalt zu duschen macht eigentlich nur sehr wenig Sinn. Die Hälfte der gesundheitlichen Vorteile (wenn nicht sogar noch mehr) mach einfach das Wechselbad aus, auch wenn es unangenehm ist. Und nein, frische Luft reicht auch nicht aus um den nötigen Kältereiz zu erzeugen. Die frische Luft kühlt deine Atemwege aber für ein effizientes Wechselbad ist Wasser einfach ein wichtiger Faktor.

Ein Wechselbad sollte nach dem Saunagang und im gesamten Sauna Ablauf auch am Besten mit dem Kneippschlauch gemacht und dabei klassisch vorgegangen werden. Erst die Beine, dann die Arme, dann von den Beinen zum Oberkörper und dann den Kopf. Auch Zeit lassen ist beim kalt Duschen eine gute Sache. Der Körper ist von der Sauna sehr aufgeheizt und ein kurzes aber langsames kaltes Abduschen ist der ideale Ausgleich.

  • Zwischen den Saunagängen ruhen

Gib deinem Körper Zeit sich zu akklimatisieren. 15 Minuten sollten es zwischen den Saunagängen schon sein. Gerne auch mehr. Nutze die Zeit zum runterkommen und entspannen. Trinke etwas und atme durch.

  • Keinen Alkohol

Was für die einen selbstverständlich klingt, ist für andere doch eine Überraschung. Alkohol ist tabu und besser ist viel Flüssigkeit. Auch gerne einen Tee oder leichte Fruchtsäfte. Das braucht der Körper.

  • Sei vorbereitet

Wer in die Sauna geht, der sollte neben dem Saunahandtuch auch ein Handtuch zum abtrocknen haben. Grade, wer mehrmals in die Sauna geht, der wird mit nur einem Handtuch für alles kaum hinkommen. Außerdem ist es auch schlicht unhygienisch. Badeschlappen sind aus dem selben Grund auch ein Muss. Shampoo sollte natürlich auch nicht fehlen.

Sauna nach dem Sport und Krafttraianing 

saunaregeln - sauna nach dem SportDas Thema Sauna nach dem Training ist so alt, wie die Sauna und das Krafttraining selber. Fakt ist, das es keine unmittelbare Leistungsteigerung beim Sport durch das Saunieren gibt. Dennoch gibt es indirekte Zusammenhänge. Der Vorteil der Stoffwechselökonomisierung durch wechselnde Reize auf das Vegetative Nervensystem, das auch beim Sport stattfindet wird hier zusätzlich unterstützt.

  • Herz-Kreislauf sollte sich beruhigt haben

Grade nach einem Ausdauertraining sollte sich das Herz-Kreislaufsystem erst wieder beruhigt haben, bevor man in die Sauna nach dem Sport geht. Das kann je nach Trainingszustand bis zu einer halben Stunde dauern.

  • Erst Sport, dann Sauna

Die Sauna ist ein vor Allem geistig beruhigender Ausgleich zum Training. Deswegen passen Sport und Sauna auch sehr gut zusammen. Allerdings sollte Sport immer zuerst gemacht werden und dann kommt die Sauna nach dem Sport, da hier eher die leistungsfördernden Mechanismen des Nervensystems angesprochen werden und beim Saunieren dann eher die entspannenderen Bereiche.

  • Keine bessere Regeneration

Eine bessere Regeneration der Muskulatur zum Beispiel bei Muskelkater ist bisher noch nicht nachgewiesen. Dennoch empfinden viele Sportler aber eine bessere Regeneration und somit ist auch im Profisportbereich der Saunagang ein fester Bestandteil. Das liegt aber eher an den Auswirkungen auf den Parasympatikus, was eben das Gegenstück zum Sympatikus ist, der beim Training eher getriggert wird. Vorteile hat das Saunieren trotzdem auf den ganzen Organismus und sollte auf jeden Fall in ein ganzheiltliches Trainingskonzept mit einbezogen werden und somit ist auch die Sauna nach dem Krafttraining keine verkehrte Sache.

Die Saunaknigge – so verhält man sich richtig 

Die Saunaknigge – so verhält man sich richtigWer vorher noch nie in der Sauna war, für den kann es schon ein recht befremdlicher Ort sein. Alle sind nackt in der Sauna und die Privatsphäre der einzelnen ist nicht mehr ganz so deutlich zu erkennen. Grade deswegen ist es wichtig Manieren zu bewahren. In deutschen Saunen gibt es auch eine Saunaknigge. Da diese in den Saunen nirgends aufgeschrieben ist und als selbstverständlich gilt, hier nochmal ein kurzer Überblick.

  • Abstand halten

Das Thema ist grade in der Sauna und in der Saunaknigge so unglaublich wichtig, denn wir Menschen haben alle gewisse Abstandsbereiche zu anderen Menschen, die nicht jeder einnehmen darf und die so auch schnell zu intim werden kann. Alle sind nackt in der Sauna und außerdem ist alles ruhig, da ist grade der Abstand und die Distanz zu den anderen sehr wichtig.

Wer darauf achtet, ob er anderen zu nahe auf die Pelle rückt, der merkt auch mit ein wenig Empathie welcher Abstand angebracht ist. Das Ganze heißt in der Psychologie übrigen Proxemik und ist kulturell ziemlich unterschiedlich.

  • Nicht selber aufgießen

Natürlich ist es verlockend, wenn man vor dem Ofen hockt und draußen ist gleich die Eisschale zum Abkühlen. Einfach schnell einen Eisball auf den Ofen gepackt und schon wird es richtig warm. Trotzdem ist das aber ein komplettes NoGo in der Saunaknigge, da einem die Sauna einfach nicht gehört. Man ist in einem öffentlichen Raum und man weiß nicht, ob die anderen das auch so mögen. Natürlich kann man fragen und die meisten Leute werden auch zurückhaltend “ja” sagen. Das ist aber oft nicht mehr als reine Höflichkeit. Einen Aufguss macht der ausgebildete Saunameister und sonst niemand. In manchen Saunen gibt es einen Eimer zum selber aufgießen. Das ist zwar die Ausnahme aber in dem Fall ist es gestattet selber aufzugießen.

  • Textielfreie Zone

Die Sauna ist eine textilfreie Zone und das heißt, die Leute sind nackt. Man geht in die Sauna ausschließlich mit dem Saunahandtuch. Der Badeanzug ist schlicht unhygienisch. Nur wer unbekleidet und frisch geduscht ist, hat in einer Sauna seinen Platz.

  • Kein Schweiß aufs Holz

Auch der Schweiß gehört ins Handtuch und sonst nirgends hin. Wer von Anfang an ein Sauna Handtuch mitbringt, dass groß genug ist, der brauch sich hierbei auch keine Gedanken zu machen. Übrigens ist auch das Anlehnen an die Holzlehne eine Sache, die man nicht ohne das Handtuch machen sollte. Auch hier spielt die Hygiene eine wichtige Rolle.

  • Nicht starren

Wie gesagt, in der Sauna sind alle nackt und somit auch so, wie Gott uns geschaffen hat. Man sieht hier natürlich auch Sachen, die man so im Alltag natürlich nicht sehen würde, das lässt sich nicht vermeiden. Wer aber anfängt zu starren, der wird für alle in der Sauna einfach unangenehm und wird unbewusst schnell als “Perverser” abgestempelt. Nicht starren und gaffen ist ein wichtiger Punkt in der Saunaknigge.

  • Flüstern ist erlaubt

Die Sauna ist ein Ort der Ruhe, hier schaltet man ab und verhält sich einfach ruhig aus Respekt den anderen Gegenüber. Wenn man zusammen in der Sauna ist kann man ruhig mal flüstern. Das stört auch niemanden aber ein normal lautstarkes Gespräch ist für andere einfach nervig.

  • Bei unangenehmen Situationen Ruhe bewahren

Saunaregeln - Ruhe bewahrenNatürlich können auch in der Sauna unangenehme Situationen entstehen. Natürlich ist man peinlich berührt, wenn einem verschwitzt der eigene Chef oder wichtige Geschäftspartner nackt in der Sauna gegenüberstehen aber so etwas passiert nun mal früher oder später und peinlich wird es eigentlich nur, wenn man hier unentspannt wird. Am besten ganz normal Grüßen und sich freuen, dass der andere auch da ist und ihm dann aber auch wieder seinen Raum zur Entspannung geben, weil deswegen sind eigentlich auch alle da.


  • Badelatschen müssen draußen bleiben

Auch die Badelatschen müssen draußen bleiben. Das natürlich aus dem gemeinsamen Grund der Hygiene. Die Latschen einfach vor der Türe abstellen.

Fazit 

Wer in die Sauna geht, sollte schon auf die ungeschriebenen Saunaregeln achten. Wichtig ist eigentlich immer die Hygiene und ein respektvoller Umgang miteinander. Wer sich hier auch nur ein wenig Mühe gibt, der kann eigentlich nichts falsch machen. Wer Fragen hat, der sollte fragen. In den meisten Saunen gibt es auch ausgebildete Saunameister oder Wellnesspersonal, die einem eigentlich immer weiter helfen Können. Wer auf seinen Körper hört, der kann auch gesundheitlich nicht viel falsch machen. Kalt duschen nach dem Saunagang ist aber in jedem Fall das A und O.

Welche Erfahrungen hast du eigentlich mit dem Saunieren und Sport gemacht?

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