True LifeHacks – How to Wechseldusche


Es gibt ein paar kleine Dinge, die sich enorm auf unser Leben auswirken können. Eines davon sind Wechselbäder. Welche Vorteile Wechselduschen bringen und wie man sie richtig umsetzt, erfährst du hier.


Inhalt:

❖ Was sind Wechselduschen?

Wechselduschen sind Wasseranwendungen mit unterschiedlichen Temperaturen. Sprich, nach dem Duschen den Wasserhahn auf kalt stellen und weiter duschen. Das wäre dann eine Bilderbuch-Wechseldusche. Also machen wir uns nichts vor, denn kalt zu duschen ist alles andere als geil. Es kostet Überwindung und ist schlicht unangenehm. Dennoch bietet das kalte Duschen einige Vorteile für den Körper und ist vom Verhältnis Aufwand und Nutzen Verhältnis her eine extrem Gewinn bringende Routine im Leben.

❖ Was passiert im Körper bei Wechselduschen? 

vegetatives nervensystemIn unserem Körper geht beim kalten duschen einiges ab. Wir reizen damit nämlich unser vegetatives Nervensystem welches im Körper für so gut wie alles verantwortlich ist. Es bestimmt unseren Herzschlag, ob wir schwitzen oder Gänsehaut haben und sogar wie groß unsere Pupillen grade sind. Das vegetative Nervensystem ist ein extrem komplexes System, welches sich selber und die eigenen Körperfunktionen über Hormone steuert. Ganz grob kann man das System in zwei Bereiche aufteilen. Da gibt es einmal den Sympatikus und dann gibt es den Parasympatikus. Zwei Gegenspieler, die auf einander angewiesen sind. Während Sympatikus zum Beispiel dafür zuständig ist, dass sich unsere Pupillen weiten, ist der Parasympatikus dafür verantwortlich, dass sich diese wieder verkleinern. So bilden die beiden ein perfektes Team über einen Großteil unserer Körperfunktionen.

Der Clou an der ganzen Sache ist, dass der Sympatikus auf Kälte und der Parasympatikus auf Wärme reagiert. Somit haben wir die Möglichkeit auch von Außen auf diese komplexe System Einfluss zu nehmen. Genau um diesen Effekt geht es auch, wenn man in die Sauna geht.


❖ Vorteile von Wechselduschen

Wechselduschen haben enorm viele ganzheitliche Vorteile. Einige davon merkt man sofort und andere brauchen länger, bis sie sich einstellen. Um vom kompletten Trainingseffekt auf den Körper und die Psyche zu profitieren muss beim kalten Duschen auch eine gewisse Routine vorhanden sein. Es spricht also absolut nichts dagegen die eigene warme Dusche zum Beispiel mit einem Wechselbad zu beenden und diese somit auch komplett in den eigenen Alltag zu integrieren.

❖ Stärkt das Immunsystem

Die Kalt- und Warmreize des Wassers verengen und weiten die Blutgefäße, was sich positiv auf unseren Stoffwechsel und auch unsere Immunsystem auswirkt.

❖ Wirkt direkt positiv auf unsere Psyche

Hier gibt es direkte und indirekte Folgen auf die Psyche durch Wechselbäder. Eine direkte Folge ist zum Beispiel, dass man wacher und konzentrierter durch den Tag geht. Stress verminidert sich direkt und man ist klarer im Kopf. Klar ist man nach einer kalten dusche wacher als vorher aber durch den “Stress” auf das komplette System nimmt man diese Vitalität auch mit in den Tag. Sympatikus und Parasympatikus sind einfach ready.

❖ Wirkt indirekt positiv auf unsere Psyche

Ein weiterer großer Vorteil von Wechselduschen ist, dass man täglich aus seiner Komfortzone treten muss und wir wissen alle, was passier wenn man seine Komfortzone regelmäßig verlässt. Man trainiert mental seinen Kopf und die eigene Komfortzone vergrößert sich. Kalt zu duschen wird immer Überwindung kosten. Am Anfang mehr und später weniger. Wer seine Komfortzone aber täglich ein Stück verlässt, der gewöhnt sich dran und somit wird es leichter diese auch in anderen Situationen zu verlassen. Das merkt man dann in den verschiedensten Situationen. Man prokrastiniert weniger

❖ Bessere Haut

Auch kosmetisch profitieren wir von Wechselduschen. Durch die Wechselwirkungen von warm und kalt kurbeln wir auch den Stoffwechsel der Haut an. So kann sich unsere Haut grade langfristig besser regenerieren und Abfallprodukte abbauen.

❖ Bessere Regeneration nach dem Sport

Wechselbäder fördern die Durchblutung und somit auch den Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten. Man schläft besser, die Regeneration wird gefördert und man ist früher wieder einsatzbereit. Dadurch trainiert man effektiver, fördert den Muskelaufbau und mindert den Muskelkater.

❖ Steigert das Testosteronlevel bei Männern

Tatsächlich wirken sich regelmäßige Wechselduschen langfristig auch positiv auf den Hormonhaushalt bei Männern aus. Das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, das der Trainingsreiz von Wechselbädern nahezu vollständig auf das vegetative Nervensystem, dem Uhrwerk der Hormonregulation, abzielt.

❖ How to Wechseldusche – So gehts

Das schöne an Wechselduschen ist, dass diese ziemlich simpel sind. Am praktischsten ist es natürlich, wenn man diese mit den normalen Duschen verbindet. Was man als erstes bemerkt, wenn man mit den Wechselduschen anfängt, sind die Ausreden, welche man sich unbewusst in seinem Kopf zusammen bastelt und das, meine lieben Fittis, ist eure Komfortzone die wächst 😉

❖ Die Temperatur

Das Prinzip ist bei Wechselduschen echt simpel. Du duscht warm und dann kalt. Wichtig ist eigentlich nur, dass das Wechselbad mit einer kalten Phase beendet wird. Bei der Temperatur muss es auch nicht gleich so kalt sein, dass Schnee aus dem Duschkopf kommt. Es sollte dich aber schon eine gewisse Überwindung kosten. Steigern mit der Temperatur kann man sich dann mit der Zeit.

❖ Klassiker – das kalte Ende

Der Klassiker und vor Allem die einfachste Form der Wechseldusche ist das Abschließen der normalen Dusche mit einem kalten Ende. Dusche ganz normal und am Ende nimmst du einfach den Duschkopf aus der Halterung und stellst das Wasser auf eine kalte Temperatur. Hier duscht du erst deine Beine ab, bis sich diese an die Temperatur gewöhnt haben. Dann gehst du über zu deinem Becken. Wichtig ist, dass du dir Zeit lässt. Das klingt zwar doof aber je mehr Zeit du dir dem Ablauf lässt, um so einfacher und “angenehmer” wird das ganze.

Als nächstes solltest du dir deine Arme vor nehmen hier funktioniert es genauso wie mit den Beinen. Lass dir wieder Zeit und schliesse mit deinen Schultern ab. Als nächstes kommt der Bauch und Rücken. Der Oberkörper ist der Kälteempfindlichste Bereich des Körpers aber auch hier ist es einfacher, wenn man lieber langsam macht. Wer mit dem Oberkörper fertig ist kann sich nun komplett mit dem Kopf unter die Dusche stellen. Versuche aber nicht gleich wieder die Dusche aus zu stellen. Klar kannst du nicht ewig unter der kalten Dusche stehen bleiben aber versuche ein- oder zweimal kurz durchzuatmen und dann die Dusche wieder aus zu stellen. Das macht am Ende echt einiges aus…

❖ Schottische Dusche

Die Schottische Dusche ist quasi das Intervalltraining der Wechselduschen. Hierbei stellst du beim Duschen die Dusche für 30 Sekunden auf kalt und dann wieder für 30 Sekunden auf warm. Ideal ist zwei kalte Intervalle am Ende der Dusche. Das Maximum sind drei kalte Intervalle. Wichtig ist auch hier wieder, dass man die Dusche immer mit einem kalten Intervall abschließt.

❖ Kneipp Güsse

Jeder von uns wird schon einmal den Ausdruck Kneipp gehört haben. Der Herr Kneipp ist der Typ, der das Thema Wechselbad erst populär gemacht hat. Der Unter schied von Wechselduschen und Kneippgüssen ist eigentlich nur, dass bei den Duschen das kalte Wasser im Gießkannenformat verteilt wird und bei den Kneippgüssen nur der Duschschlauch verwendet wird. Der Schauch hat den Vorteil, dass dieser das Wasser als “Film” über der Haut verteilt. Das ist noch ein Stück gleichmäßiger als mit der Dusche.


Besonders wichtig bei den Kneippgüssen ist auch die Vorgehensweise von den Extremitäten über den Oberkörper bis zum Kopf. Das ist besonders schonend und kommt auch ursprünglich von den guten Herrn Kneipp.

❖ Fazit 

Alles in Allem haben die Wechselduschen so viele Vorteile auf unseren Organismus, dass tatsächlich wenig Sinn macht am Ende der normalen Dusche nicht kalt zu duschen. Es ist gesund und kostet kein Stück mehr an Zeit.

Wie sind eure Erfahrungen mit Wechselduschen? Welche Vorteile habt ihr gemerkt?

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