Warum Trampolinspringen so effektiv ist…


Wer denkt, dass Trampolinspringen und Fitness nicht zusammen passen, der irrt sich gewaltig. Diese beiden Sachen passen nämlich zusammen wie Arsch und Eimer und hier erfährst du jetzt auch warum. Also lehn dich zurück und bereite dein Gesicht schon mal auf ein “a-ha” vor.


Inhalt:

Trampolinspringen ist nicht grade eine Mainstream-Sportart aber spätestens seit dem Boom der Trampolinhallen in Deutschland vor rund 2 Jahren hat es sogar Tante Ilse aus Gröde mitbekommen. Trampolinspringen ist geil. Wie siehts aber mit dem Thema “Trampolin Fitness” aus? Trampolinspringen ist gesund und das liegt vor allem an den vielen Trainingsreizen, die auf einmal auf den Körper einwirken.

Trampolinspringen ist effektiver als Joggen

In den 70 Jahren, zum Boom der Raumfahrt, hat sich die Nasa intensiv mit dem Thema beschäftigt, wie man Astronauten effektiv für die Raumfahrt vorbereitet und trainiert. Heraus kam unter anderem auch eine interessante Studie zum Thema “Effektivität vonTrampolinspingen vs Joggen”. Ihr könnt jetzt mal raten, was besser abgeschnitten hat. Richtig! Das Trampolinspringen hat sich im Vergleich bewiesen und das auch recht deutlich. Seit dem ist auch das Trampolinspringen ein fester Bestandteil im Training von Astronauten.

Die Trainingsreize beim Trampolinspringen 

Trampolinspringen ist effektiv und das liegt am Zusammentreffen von mehreren verschiedenen Trainingsreizen. Während man beim Joggen je nach Intensität primär das Herz-Kreislaufsystem trainiert, kommt beim Trampolinspringen noch einiges mehr zusammen.


Das Cardiotraining

Trampolinspringen AusdauertrainingTrampolinspringen ist als Cardiotraining effektiver als Joggen und das zu Recht! Der Körper hat über 600 verschiedene Muskeln. Beim Springen, egal ob auf dem Boden oder auf einem Trampolin, muss der Körper eine Spannung aufbauen um die Bewegungsenergie umzusetzen, sodass der Körper abheben kann. Diese Körperspannung betrifft nahezu alle 600 Muskeln, da alles am Körper mehr oder weniger gehalten werden möchte. Das funktioniert alles unbewusst, wie auch die Atmung und wir bekommen es nicht wirklich mit. Energie benötigt hierbei vor allem der schnelle und rhythmische Wechsel zwischen Muskelanspannung und -relaxation. Genau das macht das Springen auf dem Trampolin genauso wie das Seilspringen zu einem besseren Cardiotraining als das Joggen. Beim Trampolinspringen werden auch deutlich mehr Kalorien verbrannt, als beim Joggen und genau dieser erhöhte Kalorienverbrauch ist das Ergebnis der komplexen Zusammenarbeit unserer Muskulatur.

❖ Das Faszientraining

Faszientraining ist für die meisten Leute das Stichwort für Massagerollen und -bälle. Aber das Fasziengewebe lässt sich auch mit Hilfe von dynamischen Bewegungen und Dehnungen trainieren. Die Faszien isoliert mit einer Blackroll zu trainieren ist zwar gut aber kostet Zeit und muss in einem ausgeglichenen Trainingsplan, welcher Mobilität und dynamische Bewegungen beinhaltet, nicht mit einbezogen werden.

Das Fasziengewebe zieht sich durch den ganzen Körper und hält Muskeln und Organe an ihrem Platz. Es ist kein Geheimnis, dass das Fasziengewebe mit der Zeit durch einen Mangel an Bewegung verdicken kann. Durch die elastischen Eigenschaften lässt sich dies aber verhindern und grade die dynamischen Bewegungen liebt unser Fasziengewebe über alles. Durch den Kompressionsreiz wird das Gewebe getriggert. Die einzelnen Schichten gleiten aufeinander und Knötchen lösen sich.

Der Kompressionsreiz

Mit den dynamischen Bewegungen wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Ladies an Gentlemen, let me introduce you to: #TrommelWirbel… Der Kompressionsreiz. Wie man es sich aus dem Wort bereits selber ableiten kann, geht es hier um den Reiz, welcher auf den Körper generell bei dynamischen Bewegungen einwirkt. Der Kompressionsreiz wirkt sich neben den Faszien und den Lymphfluss auch auf die Knochen aus. Wenn man sich die Knochen im Körper mal genauer anschaut, stellt man fest, dass diese viele kleine Bläschen beinhalten und die Knochendichte festlegen. An manchen Stellen ist die Knochendichte höher und an manchen niedriger. Der Körper reguliert den Auf- und Abbau der Dichte in den Knochen selber anhand der von Außen einwirkenden Kompressionsreize. Auch hier ist es so: Wirken wenig bis gar keine Kompressionsreize auf den Körper ein, wird die Knochendichte abgebaut. Vor allem das regelmäßige Trampolin springen verbessert somit auch die Knochendichte.

Der Lymphfluss

besser schlafen und einschlafen - melatoningDas Lyphsystem reinigt den Körper und versorgt diesen mit Nährstoffen durch die Lyphflüssigkeit. Ca. 85 % unserer Körperflüssigkeit besteht aus der Lyphflüssigkeit. Das Lymphsystem selber hat jedoch im Gegensatz zum Blutsystem keinen eigenen Motor, der dieses antreibt und so ist das System auch äußere Einwirkungen angewiesen um zu zirkulieren. Bewegen wir uns wenig bis gar nicht, haben wir ein echtes Problem.

Die Koordination

Ein enorm großer Vorteil für den Körper ist neben dem effektiven Cardiotraining auch die verbesserte Koordination. Beim Springen auf dem Trampolin passiert nämlich so einiges im Kopf. Vor allem wird auch unsere Sensomotorik trainiert. Das ist die Fähigkeit auf mehrere Sensorische Reize komplex motorisch zu reagieren. Wir erfahren unseren Körper und lernen mit ihm auf einem ganz neuen Niveau umzugehen. Grade das Beanspruchen von mehreren Sinnen gleichzeitig schärft unsere Reaktionsfähigkeit und gibt uns ein enormes Mehr an Körpergefühl.


Die Körperhaltung

Trampolinspringen KörperhaltungEin Problem beim Thema Fitness ist, dass sehr selten ganzheitlich trainiert wird. Unser Körper ist so unglaublich wichtig und er möchte in so vielen Bereichen gefördert werden. Oft machen die Leute beim Training im Fitnessstudio einfach nur irgendwas. Gesegnet sind dabei diejenigen, bei denen auch mal eine Grundübung auf dem Trainingsplan steht. Oft wird viel zu einseitig und isoliert trainiert. Die Leute meiden komplexe Trainingsabläufe, weil es anstrengender ist mit einer Körperspannung zu trainieren, wie es bei freien Übungen der Fall ist. Dennoch sind es grade diese freien Übungen, welche uns am meisten bringen. Ein geführter Bizeps-Curl trainiert grade mal 2 Muskeln. Das ist cool, wenn man wirklich alles gezielt rausholen möchte aber selbst das machen die meisten Leute nicht.

Die Muskulatur um den Rücken kann man sich wie ein Korsett aus vielen, vielen großen und kleinen Muskeln vorstellen. Die rhythmische Körperspannung, die beim Trampolin springen entsteht, trainiert dabei auch die Tiefenmuskulatur und es werden wirklich ALLE Muskeln erreicht. Selbst die krankesten Eisentempel Pilgerer werden nach einer Stunde Trampolinspringen am nächsten Tag wissen, was sie alles in der Muckibude nicht trainieren. Der Rücken profitiert hier enorm und das Resultat ist eine stolze aufrechte Haltung.

Fazit

Da die Trampolinhallen in Deutschland ja grade aus dem Boden sprießen, wie Pilze im Spätsommer hat man mit solch einem Park in der Nähe natürlich die besten Voraussetzungen regelmäßig zu springen. Der großer Vorteil von solchen Trampolinparks ist der, dass diese auch eigene Fitnesskurse und Workshops anbieten, die besucht werden können. Auch Trampolinkurse in Fitnessstudios sieht man mittlerweile mehr und mehr. Ob im Fitnesskurs oder auf dem eigenen Trampolin im Garten, wer die Möglichkeit hat regelmäßig zu springen, der sollte sie nutzen. Der Körper wird es einem danken.

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